Sponti zum Brandanschlag in Blankenburg, Oldenburg Rechten Terror bekämpfen! Sofortige Schließung aller Lager!

In der Nacht von Freitag auf Samstag wurden in der Landesaufnahmebehörde Niedersachsen im Kloster Blankenburg zwei Brandsätze gezündet. Wir können von Glück reden, dass keine Personen verletzt wurden. Brandermittler*innen und der polizeiliche Staatsschutz haben bereits die Ermittlungen aufgenommen. Wir rufen heute zu einer Demonstration in Oldenburg auf. Kommt alle um 20 Uhr zum Schlossplatz. Tragt medizinischen Mund-Nasen-Schutz und haltet Abstand.

Rechten Terror bekämpfen!

Auch, wenn die Sachlage aktuell nicht klar ist, betrachten wir den Brandanschlag unter dem Verdacht des rechten Terrors. Letztes Jahr gab es in der Nähe Oldenburgs im Bremer Umland in Syke, Gnarrenburg und Ganderkesee drei Brandanschläge auf migrantisch betriebene Restaurants, die sich klar einer rechten Anschlagsserie zuordnen lassen, auch, wenn bisweilen die Polizei und der Staat nicht zu dieser Einordnung kommen. Dabei ist klar, dass durch rechte Kennzeichen, wie Hakenkreuze ein rechter Anschlag mehr als deutlich ist. Auch hier kann man nur von Glück sprechen, dass niemand verletzt wurde. Dennoch, die finanzielle Grundlage ist bei allen Betroffenen genommen worden. Rechter Terror ist also ein gewaltiges Problem in Niedersachsen.

Wir fordern lückenlose Aufklärung, Unterstützung und Solidarität für die Betroffenen!

Sofortige Schließung aller Lager!

Weiterhin zeigt sich bei dem Brandanschlag auch, dass Lager keine sicheren Orte für geflüchtete Menschen sind. Die Zustände in Blankenburg sind wie in vielen anderen Lagern unhaltbar. Bewohner*innen berichten von unzulänglichen und stinkenden Sanitäreinrichtungen, unzureichender medizinischer Versorgung und regelmäßigen Rassismuserfahrungen, besonders gegen Schwarze Bewohner*innen. Einige Menschen leben seit weit über einem Jahr dort.
Vielen Bewohner*innen wird lediglich eine vorübergehende Duldung ausgestellt, die immer wieder erneuert werden muss. Die damit verbundene permanente Angst vor Abschiebung und die Verzweiflung aufgrund fehlender Arbeitserlaubnis, sind eine extreme psychische Belastung, zusätzlich zu den häufig erfahrenen Traumata auf der Flucht.

Gerade in Zeiten von Covid-19 spitzt sich die Situation in diesen Lagern extrem zu.

Wir schließen uns damit Solidarty without Borders Oldenburg an:

„Wir fordern die sofortige Schließung des Lagers in Blankenburg und die dezentrale Verteilung der Bewohner*innen! Dass diese Lager weiterhin in Betrieb sind, ist mehr als verantwortungslos! Zudem fordern wir einen langfristigen Abschiebestopp, auch nach Corona. Shut down all Camps!“

Workshop der Roten Hilfe Oldenburg am 01.06. zu Repression bei Demos

In den letzten Monaten hat die Repression gegen linken Aktivismus in Oldenburg merklich zugenommen – vor allem bei Aktionen gegen Querdenker*innen. Für Aktivistis mit wenig Erfahrung erzeugt das Unsicherheit und teilweise auch Angst. Um etwas Klarheit und Ruhe zu schaffen, laden wir am Dienstag, den 01.06., um 19 Uhr zu einem Antirepressions-Workshop ein.

Im Workshop geht es vor allem um folgende Fragen: Wie bereite ich mich auf die Demo vor? Wann mache ich mich strafbar und was hat das für Konsequenzen? Was tun, wenn ich danach Post von der Polizei bekomme? Aber auch auf eure Fragen freuen wir uns und helfen euch gerne.

Für die Anmeldung schickt bitte eine Mail an antirep_workshop@riseup.net.
Den Link für die Veranstaltung bekommt ihr dann eine Stunde vorher zugeschickt.
Für die Anmeldung braucht es keinerlei personenbezogener Daten, geschweige denn Klarnamen von euch.

Blockade, Straftaten und psychischer Druck – Eine Einordnung und Handreichung zum Gegenprotest am 08.05.21

 
Am 08.05.21 versuchte die antisemitische „Querdenken“ Bewegung in Oldenburg zu demonstrieren. Wir riefen deswegen zu Gegenaktionen um deren Route auf – und das mit vollem Erfolg. Wir schafften es, eine längere Blockade zu halten. Uns freute auch, dass viele neue und auch gerade jungen Menschen, die mit uns auf die Straße gingen, dabei waren. Wir merken aber auch, dass es für viele vielleicht die erste größere Aktion war und, dass die Konfrontation mit der Polizei und die Maßnahmen neu waren; dass das Ganze auch überfordernd sein konnte und Angst machte. 
 
Dieser Text ist ein Versuch, euch damit aufzufangen und euch zu unterstützen. Und das mit bestem Wissen, dass ein Text dafür nicht ausreicht. Gerne würden wir mit euch beim Offenen Antifaschistischen Treff in der Kneipe des Alhambras sitzen und darüber reden, Aktionstraings mit euch veranstalten und in einer Antifa-Kneipe inhaltlich über verschiedenste Themen sprechen. Wir haben die Hoffnung, dass die Zeiten sich wieder ändern und ein Rumhängen mit Kaffee, Tee, Bier oder Limo wieder möglich sein wird. Nun aber erst mal dieser Text.
 

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Aufruf: Vernichtsungsfantasien entgegentreten! Gegen jeden Antisemitismus!

EILAUFRUF!

Am Samstag den 15.05.2021 mobilisiert die „Palästinensische Gemeinde in Oldenburg und Nordwest e.V.“  um 16:00 Uhr zu einer „#FreePalestine-Demo“ auf dem Pferdemarkt. Auf ihrer Facebook-Seite artikulieren sie Vernichtungswünsche gegen den einzigen Schutzraum für jüdisches Leben auf der ganzen Welt – den Staat Israel.

Derlei antisemitische Propaganda werden wir nicht dulden und rufen dazu auf, ab 16:00 Uhr zum Pferdemarkt zu kommen, um gegen die antizionistische Gruppe zu protestieren. Gegen jeden Antisemitismus heißt Solidarität mit Israel!

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8. Mai – Straße frei! „Querdenken“ entgegentreten!

Sie tun es tatsächlich: „Querdenken441“ hält es für sinnvoll, am 8. Mai, dem Tag der Kapitulation der Deutschen, für ihre antisemitische Wahnerzählung einer fantasierten „Corona-Diktatur“ auf die Straße zu gehen. Damit stellen sie erneut einen Geschichtsvergleich her, der die unzähligen Opfer des Nationalsozialismus relativiert und die millionen aliierten Soldat*innen und Partisan*innen verhöhnt, die sich dem NS entgegenstellten.

Wir werden den Verschwörungsgläubigen auch dieses Mal entgegentreten und ihnen ihre Demo vermiesen. Wir rufen zu dezentralen Protestaktionen gegen ihre Demo von 14:15 Uhr bis 16:15 Uhr auf. Lasst ihnen ihren geschichtsrevisionistischen und antisemitischen Müll schmecken!

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